So. 22. Oktober 2017

Perfekter Saisonabschluss mit Chiemgauer-Bilderbuch-Überschreitung

Eigentlich müsste man nach so einer Wanderung aufhören. Toppen lässt sich so eine Tour nicht mehr. Aber so eine Tour kann auch süchtig machen, süchtig nach Berge, Weite, Sicht....... nach mehr.

Eigentlich war es ein verschobener Termin, verschoben von September auf Oktober. Und schon beim Treffen am Parkplatz war uns allen klar, dass es selten einen Schaden gibt, wo nicht auch ein Nutzen dabei ist.

Und dieser Nutzen war groß, riesengroß: Drei Tage herrlichstes Herbstwetter! Schon beim Start am Seegatterl wärmte uns die Nachmittagssonne die Wadel, Pullover wurden ausgezogen, Sonnenkappen aufgesetzt. Und dann bei der Winklmoosalm die Überrraschung: angezuckerte Loferer Steinberge und eine Aussicht, vom Feinsten. Was für eine Mischung. Vom Sonnenuntergang gar nicht zu reden.
Die feinen Schlutzkrapfen auf der Traunsteiner Hütte taten ein Weiteres dazu, dass wir glückseelig unser kleines feines Lager bezogen.

Am nächsten Tag ging es zunächst einmal durch leuchtende Laubwälder. Es raschelte unter den Bergschuhen, wenig Leute waren auf dem Weg. Unsere Mittagspause machten wir im gelblich orange leuchtenden Lärchenwald - eine Stimmung wie im Märchen. Und dann zogen wir hinauf zur Steinplatte und wurden mit einer traumhaften Rundumsicht belohnt. Von den Gletscherbergen über die Berchtesgadener, die Loferer Berge, den Kaiser und den Chiemsee. Immer wieder tat sich eine neue Aussicht auf. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Nach fünf Stunden Wanderung Ankunft beim Straubinger Haus. Hier gab es erst Mal Zwetschgenkuchen und Kaffee, bevor wir unsere Zimmer bezogen. Auch diesen Abend gab es wieder ein Abendrot, wie man es selten zu sehen bekommt.

Der letzte Tag war nicht minder begeisternd: Zuerst noch mal auf´s Fellhorn, ein letzter Blick in die Ferne und dann der Abstieg über die Weißensteinalm, ein feiner kleiner Steig.

Alles perfekt! Schon klar, dass es so etwas kein zweites Mal gibt. Aber vielleicht anders. Jedenfalls gibt es diese Tour sicher auch wieder im nächsten Jahr!


 
 Di. 10. Oktober 2017

Auf dem Maximiliansweg von Brannenburg nach Lenggries zum Jodelfest

Zwei Wandergruppen starteten zeitgleich die 4tägige Wanderung nach Lenggries zum diesjährigen Jodelfest. Die eine Gruppe kam vom Westen über das Karwendel und wir von Osten, vom Inn bis an die Isar.

Schon bei der Begrüßungsrunde staunte ich nicht schlecht, über die unterschiedliche Herkunft der Teilnehmenden. Von Berlin über Bonn, vom Rheinland bis nach Österreich waren wir ein bunt gemischtes Grüppchen. Zusammen wandern, das konnte ich mir ja noch vorstellen, aber zusammen jodeln, bei den unterschiedlichen Dialekten?
Schnell wurde ich eines besseren belehrt: Jodeln kann wirklich jede(r) lernen (Berlinern muss es anscheinend schon im Blut liegen) und so kamen wir schnell zusammen.

Das herrliche Herbstwetter tat ein übriges dazu, dass wir auf unserer Wanderung immer wieder Halt zum Singen machen konnten. Schon am ersten Tag durchs Arzmoos konnten wir uns ausgiebig einstimmen. Ruth gab die Übungen vor und im Handumdrehen war der Passeiler, unser erster Jodler gesungen. Auf der Mitteralm gab es dann sogar einen spontanen Musikabend mit einer Volksmusikgruppe aus Brannenburg.

Am nächsten Tag ging es rauf zum Wendelstein und beim grimmigsten Sturm brachten wir "ungewöhnliche Klänge" in die Gaststube. Dank der guten Wünsche von Schwester Eresta vom Wallfahrtsort Birkenstein und der mitgenommenen Weihwasserration ging es vom dritten Tag wieder bergauf mit dem Wetter. Wunderschön der Aufstieg vom Schliersee hinauf zur Gindlalmschneid, die herrlichen Weitblicke und beim Abstieg der glitzernde Tegernsee. Jeder schöne Platz wurde genutzt für einen Jodler.
Das I-Tüpfelchen war aber der letzte Tag auf der Röhrmoosalm. Der sonnige Almboden war ein idealer Platz, um noch mal richtig in die Natur hinaus zu singen. Glücklich und stolz darüber, dass wir so gut zusammen unterwegs waren, zogen wir mit einem "Drei ha e überd Alm her" in Lenggries ein, wo nach und nach die anderen 100 Jodler beim Jodelfest eintrafen. Wie schön, dass wir zu Fuß gekommen sind....


 
 Mo. 11. September 2017

Besuch im "Faggeparadies"

"Wenn i no amoi auf´d Wäid kim, dann mecht i Fagge bei da Maria wean - oda Ochs. Mei des warat a Lebn".

Dass es da oben auf der Michlalm wie im Paradies ist, da waren wir uns alle einig. So ein Platzerl mit so einer Aussicht und so einer schönen Alm, das ist schon was Einmaliges. Aber dafür, dass es bei der Maria so schön, so blitz sauber und so tierfreundlich ist, dafür tun die Anna und ihre Familie auch sehr viel.
Die Kühe kennt die Maria schon von Zuhause, aus der kleinen elterlichen Landwirtschaft. Sie hören ihr auf´s Wort, die Ochsen kommen zum Schmusen und die Kühe kommen quasi von alleine, wenn es Zeit zum Melken ist. Weil im Stall gibt es ein "Leck" und das mögen sie gerne und außerdem spüren sie - wie wir - die Herzenswärme, die von der jungen Sennerin ausgeht.

Den 7. Almsommer ist die 24 jährige schon heroben auf der Alm und sie macht ihre Arbeit mit so viel Leidenschaft, dass wir alle ganz angetan waren. Stolz hat uns Maria ihre Käselaiber präsentiert. Und eine feine Kostprobe der drei Käsesorten, die sie den Sommer über gemacht hat, gab es oben drein.

Ganz besonders hatte es uns aber das "Faggeparadies" angetan: Liselotte und Sissi haben einen sehr komfortablen, fahrbaren Stall mit angeschlossener Holztreppe hinunter in die bereits stark zerwühlte Wiese. Was für ein Leben. Rein und raus gehen, wie es einem passt und ein Schlaferl machen, wie es einem taugt. Und im Trog immer was zum Fressen. Was für ein Leben hier auf der Michlalm!

 


 
 Mo. 07. August 2017

Wandern auf dem Salzalpensteig

"Diese blaue Markierung mit dem Zickzack, die habe ich schon öfters gesehen, aber dass das der Salzalpensteig ist, das wusste ich nicht"....

Sonderlich bekannt ist er unter den Einheimischen nicht gerade, der Salzalpensteig. Und gerade deshalb fanden sich acht Frauen, die es wissen wollten, wo er entlang führt und wie er aussieht.

Selbstverständlich, dass wir uns zunächst die kulturgeschichtlichen Hintergründe im Museum "Salz & Moor" in Rottau holten. Bei einer Führung erfuhren wir nicht nur, wie das Salz das Leben der Menschen entlang des Salzalpensteiges prägte, sondern welch technische Meisterleistung die Soleleitung einst war.

Anschließend ging es über die 2. Etappe des Salzalpensteiges von Marquartstein hinauf zur Schnappenkirche, obwohl mäßig steil, war der Aufstieg ziemlich schweißtreibend. Wie groß war die Freude, als sich beim Kircherl der großartige Blick auf den Chiemsee auftat. Ein einstimmiges "Aaaaahhh" war zu hören, das ideale Platzerl für eine erste Brotzeit.

Nachdem die Höhenmeter gemacht waren, ging es über den herrlichen Almboden der Staudacher Alm weiter zur Brachtalm, unserer Unterkunft. Hier ließen wir uns auf dem Hausbankerl nieder und genossen die Ruhe unter dem Silleck. Die netten Wirtsleute bewirteten uns vorzüglich und so saßen wir bis spät abends vor der Hütte - bei Kerzenschein und einem Glaserl Hugo.

In der Nacht kam dann der angekündigte Sturm und Regen, so dass wir beim Abmarsch kurzerhand unsere Pläne ändern mussten und über das wildromantische Tal des Aiplbaches abstiegen. Die 3. Etappe des Salzalpensteiges liegt also noch vor uns und wird im Herbst nachgeholt. Weil interessieren tut er uns schon, der Steig über die Nesslau.
Salzalpensteig - wir kommen wieder!


 
 Do. 03. August 2017

Frauenwanderung zur Hinteralm

Manchmal muss man nur ein bisserl geduldig sein und eine Wanderung auch mal verschieben, dann hat man nachher um so mehr Glück.

Wegen einer Kaltfront und Schnürlregen fiel die für 26. Juli geplante Frauenwanderung leider aus. Ich versuchte es mit einem Ersatztermin. Da konnten dann zwar nicht mehr alle, aber dafür waren wir eine nette kleine Frauenrunde und hatten zur Belohnung bestes Bergwetter.

Die Nacht über hatte es gut abgefrischt und der schattige Weg entlang der Weiß Ache bot ideale Bedingungen für eine gemütliche Wanderung zur Hinteralm. Auf halber Höhe machten wir ausgiebig Pause am Wasserwandl, einem echten "Kraftplatz", und tankten die gute Energie des Wasserfalls. Ein Regenbogen nach dem anderen überzog die plätschernde Wasserwand.

Weiter ging es über Brücken mit spektakulären Tiefblicken und beeindruckenden Einblicken in die Wand des Rötelwandkopfes. Elisabeth meinte nur "wie gut, dass wir da nicht rauf müssen". Bald verließen wir den Hauptweg und zweigten in einen unbeschilderten Steig ein, einem ehemaligen Milliweg. Hier genossen wir die moderate Steigung und das schöne Lichtspiel auf dem wenig begangenen Weg hinauf zur Hinteralm.

Oben machten wir dann ausgiebig Pause und praktizierten ein wenig Kartenkunde und Orientierung. Immer beäugt von den neugierigen Kälbern, die sich besonders für unsere Hundedame Ronja interessierten. Unbehelligt konnten wir über den herrlichen Almboden wieder absteigen ins Tal. Ein rundum schöner Tag und eine nette Frauenrunde.

 


 
 Mo. 24. Juli 2017

Auf einen Ratsch bei der Sennerin Cornelia

Auf einer Alm sein und keinen Käse zu machen, das gibts für die Cornelia nicht "Kas und Oim des ghört zam".

Obwohl sie einiges an Wegstrecke und Höhenmeter zurück legen muss, bis sie an die Milch zum Käsen kommt. Cornelia hat auf ihrer Alm dieses Jahr keine Milchkühe bzw. Kühe, deren Milli die jungen Kälber bekommen. Deshalb macht sich Cornelia mehrmals die Woche auf und holt sich die Milch entweder oben von der Rossalm oder nimmt sie bei einem Talbesuch von ihrem Bauern in Schleching mit.

Sie könnte sich diese Arbeit auch sparen, der Bauer verlangt das nicht von ihr, aber sie liebt es die gute Milch zu Käse zu verarbeiten. In ihrer kleinen Hütte stellt sie für den Eigenbedarf sechs verschiedene Käsesorten her, vom Frischkäse über Tilsitter und sogar Camembert. Der Käse ist ihre große Leidenschaft - neben den 20 Tieren, die sie auf der Haidenholzalm zu versorgen hat.

Der Weg zur Haidenholzalm, wenn man den ehemaligen "Milliweg" und nicht die Fortstrasse nimmt, fordert einen ganz schön. Er ist aber so abwechslungsreich, dass die acht Frauen, die sich mit mir auf den Weg gemacht hatten, ganz begeistert waren vom Aufstieg zur Alm. Durch lichte Wälder und vorbei an zahlreichen Bächen, grün bemosten Steinen, über ein Brückerl ging es in 2 Stunden hinauf. Während der Pausen gab es von mir dann bereits erste allgemeine Informationen zur Almwirtschaft und Weidehaltung.

Und auf der Alm beim "Ratsch" erzählte uns Cornelia dann von ihrem Alltag auf der Haidenholzalm, was es alles zu tun gibt, wie ihr Tag aussieht und davon wie zufrieden sie hier heroben ist. Angst hat sie keine und das Alleinesein macht ihr auch nichts aus. Nur einmal, als sie beim Gang in den Keller einen Fuchs angetroffen hatte, der es auf ihre Speckknödel abgesehen hatte, "do muast da dann scho zheifa wissn".

 


 
 Mo. 10. Juli 2017

Schon gute Tradition: Das Jodelwochenende auf der Hochries

Immer wieder spannend ist die Frage, wer wird wohl dieses Mal dabei sein: Jodelneulinge, "alte Hasen", genügend Bassstimmen?

Ein bunt gemischter Haufen waren wir. Von der Stimmtherapie Praktikantin aus Norddeutschland bis zum Alphornbläser aus dem tiefen Oberbayern waren sämtliche Stimmlagen vertreten. Und das Schönste war: Nach den zwei Tagen konnten alle Jodeln!

Die Wanderung hoch zur Hütte war quasi der Einstieg. Das gleichmäßige Gehen und Atmen weitet schon mal die Lungenflügel. Oben angekommen waren dann alle recht entspannt und das Oi und Ui konnte ungehemmt durch den Körper fließen. Lockernde Stimmbildungsübungen tun ein Weiteres, damit die Stimme in Fluss kommt. Beim Jodeln, so wie es die Ruth uns zeigt, sind alle Körperregionen beteiligt und es gibt kein Falsch. Jede(r) bringt sich so ein, wie es für sie oder ihn möglich ist. Das bringt Lockerheit und Spaß und das hatten wir an dem Wochenende.

Dank des guten Wetters konnten wir am Sonntag beim Abstieg unsere gelernten Jodler auch gleich zum Einsatz bringen, wobei der "Hochrieser" und der "Liabnstoana" unsere besonderen Favoriten waren.
Hier ein schöner Aussichtsplatz, dort eine nette Alm, immer wieder fanden sich auf dem Weg durch den Eiskeller und über die Schmiedhänge schöne Plätze, die zum Jodeln einluden und so wurde es ein laaaanger Abstieg ins Tal.
Weil Jodeln in freier Natur ist einfach das Schönste! Da kommt es her und da gehört es auch hin!

 


 
 Di. 27. Juni 2017

Auf einen Ratsch bei der Sennerin

Statt Brotzeit hatten wir dieses Mal Fragen im Gepäck: Warum bist Du Sennerin geworden? Welche Voraussetzungen muss eine Sennerin mitbringen? Wann stehst Du auf? Wann gehtst Du ins Bett..... Diese und noch mehr Fragen hat uns Katharina Kern von der Schweinssteigeralm bei unserem Almbesuch am vergangenen Samstag beantwortet.

Eine Sennerin muss alltagspraktisch und zuverlässig sein, sagt Katharina! Zwei wesentliche Kriterien für eine Sennerin, ohne die es auf der Alm nicht geht. Eine Sennerin hat nämlich eine große Verantwortung und sie muss sich zu helfen wissen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Da kann man nicht schnell mal jemanden holen, sondern muss sofort entscheiden und handeln.
Außerdem muss eine Sennerin ausdauernd sein, schon alleine der tägliche Gang durch die 90 Hektar große Almfläche beansprucht einen sehr, wenn man wie die Katharina 94 Stück Vieh auf der Alm hat und nebenbei noch Kühe melkt.

Das wundert es einem fast, dass sie noch Zeit fand uns eine Almbrotzeit zu richten mit Käse von der eigenen Milch, Speck und Brot aus dem Ort. Aber das tut sie gerne: Gruppen bewirten und von ihrer Arbeit erzählen. Katharina möchte, dass die Leute ein realistisches Bild von der Arbeit der Almbauern bekommen.

Genau das war auch mein Anliegen! Wann hat man schon die Gelegenheit bis in den Stall rein zu schauen, im Keller die Käslaiber zu bestaunen und Fragen zum Almleben zu stellen?

Eine wissbegierige Wandergruppe waren wir. Wie gut, dass ich vor kurzem eine Zusatzausbildung zur Almführerin gemacht hatte, so konnte ich zu Beginn der Wanderung, beim Übertreten des Weiderostes, quasi "der Eingangspforte" zur Alm, schon vorab allgemeine Informationen zur Almwirtschaft und der Weidehaltung geben.

Alexandra, eine Teilnehmerin, schrieb mir nach der Wanderung: "An dieser Stelle nochmals ein großes Lob an Dich für die tolle Tour am Samstag. Ich bin immer noch am Verarbeiten der vielen schönen Eindrücke und des regen Austausches".


 
 Mo. 22. Mai 2017

Radln an den Ufern der Alz

Blühende Wiesen, einen weiß-blauen Himmel und ein rauschender Fluss - Radlfahrer(in) was willst du mehr!

Optimal waren die Bedinungen für diesen schönen Radlausflug entlang der Alz.
Wir starteten in Seebruck am sog. "Lacus Bedaius" und fuhren zuerst auf dem archäologischen Rundweg in die Burghamer Filze mit dem kleinen Steg mitten durchs Moos. Da staunten unsere beiden Seebrucker nicht schlecht, weil sie dieses bezaubernde Wegstück noch nicht kannten.
Doch das war erst der Anfang einer echten HeimatEntdeckerTour, denn auch das beschauliche Wegerl entlang der Ischler Ache mit den herrlichen Linden war den meisten nicht bekannt. Ein schönes altes Mühlengebäude reihte sich an das andere. Dann endlich trafen wir auf die Alz: Mäandernd und naturbelassen und mit Schilfinseln voll brütender Vögel.

Und weil es so schön war, wählten wir dann auch mal schiebender Weise den schmalen Weg direkt am Wasser entlang. "Herrlich das leuchtende Grün der Bäume und die frische Brise von der flott dahin fließenden Alz".
Da war dann auch der Berg hinauf zum Kloster Baumburg schnell erklommen und die Einkehr im Biergarten des Klosterstüberls und deren feine Küche belohnten für die anstrengende Auffahrt.

Satt und mit einem leichten Knieschwammerl vom süffigen Baumburger Klosterbier stiegen wird dann wieder auf die Räder und genossen die Rückfahrt über Truchtlaching zurück nach Seebruck.
Die vielen schönen Eindrücke, wie die Alzfähre beim Roither, die Stiftskirche in Baumburg, der Blick auf das Poinger Schloss, die grasenden Kühe am Flusslauf und der abschließende Besuch beim Keltengehöft in Stöffling machten den Tag zu einer einer echten HeimatEntdeckerTour, weil es viel Neues zu sehen gab und der Tag wie gemacht war für ein Radlvergnügen im Chiemgau!

 


 
 Mo. 27. März 2017

Zum Sahnehäubchen der Schneeschuhtouren

Über den Wolken war die Begeisterung grenzenlos. Eine Schneeschuhtour der Superlative und dann noch bei besten Bedingungen.

Eigentlich kaum zu glauben, dass man um diese Zeit im Chiemgau noch Schnee findet. Grüne Wiesen im Tal und erste blühende Erika an den Hängen der Steinplatte. Wofür braucht man hier noch die Schneeschuhe, fragten sich so manche bei der Anfahrt nach Waidring. Dazu kam dichter Nebel im Tal und die sehr "unchristliche" Uhrzeit für die Abfahrt.

Aber irgendwie vertrauten alle darauf, dass es ein schöner Tag wird, spätestens nach dem ersten Verlängerten an der Tankstelle in Waidring. Und so fuhren wir die Passstraße Kehre für Kehre hinauf und siehe da, ab der vorletzten Kehre: blauer Himmel und Sonnenschein! Wie bestellt. Laute Begeisterungsrufe waren zu hören. Und mit der letzten Kehre kam auch der Schnee, so dass wir vom Parkplatz weg mit den Schneeschuhen los marschieren konnten.

Wir schwebten förmlich über den Wolken und konnten uns vor Begeisterung über das großartige Panorma kaum zurück halten. Immer wieder gab es neue Ausblicke: Loferer Steinberge, Kitzbühler Horn, Fellhorn, Chiemgauer Hausberge bis hinüber zu den Zillertalern.
"Einfach umwerfend", so dass der Adolf uns Frauen regelrecht zu Füßen lag.
Dass der Schnee schon zwischenzeitlich ziemlich sulzig wurde, tat dem ganzen keinen Abbruch. Im leichten auf und ab gelangten wir schließlich zum Brotzeitbankerl auf dem Eggenalmkogel. Ein Plätzchen, wo wir durchaus noch länger verweilen hätten können......
Hildes abschließender Kommentar: "des host guat bsteit heit!"


 
 Mi. 01. März 2017

Winterjodeln auf der Alm

Dass Schnee kein Hindernis für eine gemütliche Jodelrunde auf der Alm ist, wurde am Faschingsdienstag einhellig bestätigt. Und auch, dass Jodelerinnen und Jodler dafür fast alles tun und sich sogar in Schneeschuhe begeben....

"Was gibt es Schöneres als an einem Wintertag ein bisserl Bewegung zu haben, frische Luft zu tanken und anschließend gemütlich in der Hütte gemeinsam zu jodeln." So stand es in der Ausschreibung und tatsächlich war unsere Jodel- & Schneeschuhpremiere ein gelungene Sach!

Während es im Tal noch tröpfelte, stellte sich ab der Rosengasse bereits leichter Schneefall ein. Die Einweisung in Material und Technik des Schneeschuhgehens war schnell passiert und so stapften wir hinaus in die verschneite Winterlandschaft Richtung Benebach. Wenn auch die Sicht auf den Traithen etwas eingeschränkt war, so bot uns die beeindruckende Felslandschaft eine hervorragende Kulisse und Ruth Seebauer, unsere Jodellehrerin, nutze diese, um einen ersten Jodler in freier Natur anzustimmen.

Singend und Schneeschuhgehend zogen wir hinauf zur Alm, wo uns der Almerer Manfred herzlich willkommen hieß. Die Stube war schon geheizt und das Teewasser aufgesetzt. Nach einigen österreichischen Jodlern wurde bereits das Mittagessen - Kaspreßknödel mit Kraut - serviert und ein Schnapserl zur Verdauung.
Mit roten Backen und beschwingt ging es wieder hinaus und zurück zur Rosengasse.

Somit ist der Beweis erbracht: "Jodeln und Schneeschuahgeh bast bärig zam"!


 
 So. 19. Februar 2017

Neuschnee und Sonne wie auf Bestellung

Während zu Wochenbeginn bereits die ersten Vorboten des Frühlings deutlich erkennbar waren: ausapernde Südhänge, plätschernde Bächlein und Regenrinnen, legte der Winter zum Wochenende ganz unerwartet noch mal eine Schippe nach...

"Herz, was willst Du mehr" als Neuschnee, eine solide Unterlage, Sonne und blauen Himmel und eine Schneeschuhtour, wie sie schöner nicht sein kann.

Denn da waren wir uns alle einig: "dass mia a narrischs Massl heit ham"!!! Der wenige Tage zuvor gefallene Neuschnee verwandelte die Altschneedecke in eine sehr angenehm zu gehende Unterlage und obendrein waren wir die ersten und einzigen, die an diesem Tag unterwegs waren.

Während der etwas anstrengende Anstieg zu Beginn einige schon ganz schön zum Schwitzen brachte (vielleicht war es auch das viele Gwand), hatte man ab den freien Wiesen die Wahl: moderat oder direttissima.
Keine Frage, alle entschieden wir uns für die Genussvariante. Der Tag war einfach zu schön, um in Eile zu sein und so stiegen wir in aller Gemütlichkeit hinauf zum Hochplateau.

Hier heroben gab es dann das große Staunen: "uiii", "ohh", "mei is des scheeee". Die großartige Aussicht, die Weite der Landschaft und die Ruhe, begeisterte uns alle. In jedem Gesicht ein glückliches Lachen!

Beim Brotzplatz angekommen wurden redlich die Sitz- und Sonnenplätze geteilt. Und auch beim Abstieg machten wir noch mal Halt an einem Hüttenbankerl, weils gar so schön war.

An so einem Tag, da könnte die Zeit schon mal ein bisserl stehen bleiben....

 


 
 Sa. 18. Februar 2017

Unten pfui und oben hui

Vielversprechend fing der Tag nicht gerade an: Regen bei der Hinfahrt, Tröpfeln am Lift, nasse Sitze beim Sessellift..... aber kaum waren wir eingestiegen und bei der Bergstation angekommen, staunten wir nicht schlecht!

Raus aus dem Lift und rein in den frischen Neuschnee! Wir konnten unser Glück kaum fassen. Während es im Tal die Nacht über geregnet hatte, verwandelte sich die Hochebene der Staffnalm in ein Wintermärchen. Getreu dem Spruch: unten pfui und oben hui!
Tief verschneit hingen die Äste von den Bäumen und ein völlig unverspurtes Gelände offenbarte sich uns. Optimale Bedingungen also, um dem Schneeschuh-Neuling so richtig Appetit aufs Schneeschuhgehen zu machen.

Begeistert zogen wir unsere Spuren durch die menschenleere Almlandschaft. Bei der Almhütte, die wir uns für die Brotzeit aussuchten, improvisierten wir mit ein paar Rundlingen eine nette "Bistroatmosphäre". Gekrönt wurde das Ganze vom Brotzeitbredl, dem hoiben Weckn Brot und da Salami die da Mike und die Moni mitgnomma ham.

Auch Fuchs und Hase ließen ihre Spuren im frischen Schnee zurück, so dass es einiges zu sehen gab. Unter anderem den "Hasensprung", vorgeführt von der Tourenleitung.

Der abschließende Anstieg zurück zur Staffnalm wurde belohnt mit ausreichend Preiselbeersahnetorte und Zwetschgenbavesen. Wie gut, dass wir nur noch rüber zum Lift mussten und uns gemütlich ins Tal gondeln lassen konnten.

Margarete meinte noch "wia guat, dass i heit ogmeit war, sunst war i heit dahoam blim und hät den schena Dog versamt"!

 

 

 


 
 Mo. 06. Februar 2017

Frühjahrsfirntour am Haindorfer Berg

Ein wahrer Wettlauf mit dem Schnee war es dieses Mal. Gerade noch ausreichend für eine sonnige Schneeschuhtour mit großartiger Sicht.

Weit gereist kamen meine Gäste zum Treffpunkt nach Aschau. Vor allem jene aus Richtung Landshut waren schon sehr früh aufgestanden und das sollte gebührend belohnt werden.
So begrüße uns ein blauer Himmel und ein laues Lüfterl beim Wanderparkplatz Kohlstatt. Wenn auch ein nächtlicher Föhnsturm ordentlich am Schneebelag geschleckt hatte, so ließ er uns doch gerade so viel übrig, dass wir von unten weg die Schneeschuhe anlegen konnten.
Auf dem bereits stark ausgeaperten Waldweg mussten wir etliche Male über Stock und Stein. Aber das machte den "Fast-Niederbayern" nicht viel aus, der Sepp beruhigte mich mit einem "do steckt ma ned drin ...".

Aber ab der Maisalm liefen wir dann auf einer einheitlichen Schneedecke und wunderbar in der Sonne. Ganz still war es heute hier heroben, kaum Leute unterwegs. Der Aufstiegsweg zum Gipfel war ein Genuß, immer wieder begeisterten die Blicke auf die Kampenwand, die Gedererwand und hinunter ins Priental.

Der absolute Höhepunkt war dann aber der Blick auf den Chiemsee. Der teilweise gefrorene See schillerte in allen Blautönen und dort, wo letzte Woche noch die Leute den See überquerten, war bereits alles getaut.
Beim Abstieg vom Haindorfer Berg war der Schnee dann auch schön aufgefirnt, so dass jeder genüsslich seine eigene Abstiegsspur durch den weichen Schnee ziehen konnte.

Die abschließende Einkehr in der Maisalm war ein schöner Ausklang für eine sehr lohnenswerte Frühjahrs-Firntour.


 
 Mo. 30. Januar 2017

Staffnrunde - der HeimatEntdeckerHit!

Während es im Auto noch minus 16 Grad anzeigte, wurden die Temperaturen mit jedem Meter Sessellift wärmer. Oben empfing uns strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Traumblicke in das tiefverschneite Achental.....

Nach einer kurzen Einführung in Material und Technik ging es ruck zuck in die Schneeschuhe und hinein in das winterliche Pulverschneevergüngen. Immer wieder ist es eine große Freude für mich, zu sehen, mit welcher Begeisterung Schneeschuh-Neulinge ihre ersten Spuren in den unberührten Schnee ziehen.
Schnell zeigt sich aber auch, wer trainierte Beinmuskulatur hat und so dürfen dann auch diejenigen ganz besonders zum Einsatz kommen! Während uns der Sigi eine moderate Spur anlegte, bei der wir Genießer uns gemütlich einreihen konnten, wählte Adalbert die Vertikale. Nicht jedoch zur Freude der Tourenleitung "Los da Zeit, uns bressierts ned. Mia ham den ganzn Dog Zeit...."

Und so zogen wir dann auch unsere Genießer-Runde, immer wieder unterbrochen vom Schauen, Staunen und Zuhören. Das leicht wellige Almgelände, die abwechslungsreiche Routenführung und die vielen Ausblicke hinunter ins Tal über das Bergener Moos und den Chiemsee, entlockten so manchem ein "ui" und ein "ohhh".

Für die Mittagspause wählten wir ein improvisiertes Hausbankerl und genossen die wärmende Sonne. Weiter ging es über die Hufnagelalm, bei der wir anhand der vielen Spuren das Treiben von Fuchs und Hase bestaunen konnten.

Zum Schluss gab es noch mal einen fordernden Aufstieg über den Rachlhang, der uns die Steighilfe zum Einsatz bringen ließ. Schnell vergessen waren jedoch die Mühen bei Bienenstich und Preiselbeersahne auf der Staffnalm.

Das besondere Sahnhehäubchen war jedoch der Jodler, den die Jodellehrerin Ruth Seebauer vom Simssee, zum Abschluss noch spontan anstimmte. Der kräftige Juchezer zum Schluss war hörbarer Ausdruck dieses wunderschönen Tages!


 
 Mo. 23. Januar 2017

Frasdorfer Almenrunde ein Wintertraum in weiß-blau

Da die meisten nur den befestigten Winterwanderweg zur Frasi kannten, war die Begeisterung um so größer, in das herrliche unverspurte Almengelände, seine eigene Schneeschuhspur zu ziehen.

Während im Flachland an diesem Tag lange zäher Nebel herrschte, zeigten sich in der Früh beim Treffpunkt in Frasdorf bereits erste Wolkenlücken am Himmel. Ein strahlender Wintertag kündigte sich an.
Der Aufstieg über den Winterwanderweg bezauberte durch die Blicke auf die halbgefrorene Ebnater Ache. Unter der gefrorenen Eisschicht sah man das Wasser hindurch fließen, dicke Schneehauben besetzen die Bäume und die Luft war kalt. Aber schon ab dem Zellerbauern wurde uns warm und wir konnten die ersten Schichten ausziehen. Bei der Schmiedalmkapelle empfing uns dann eine fast kitschige Winterlandschaft: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und Schnee in Hülle und Fülle!

Hohe geschichtete Eiskristalle funkelten über die Schmiedhänge um die Wette. Wir hatten fast Hemmungen in dieses Kunstwerk des Winters unsere Spur zu ziehen. Tief war der Schnee und im welligen Gelände konnte man trotz Schneeschuhen ganz schön einsinken. Der Weg hinüber zur Frasdorfer Hütte - zwischen den großen Bäumen und vom Rauhreif überzogenen Hecken hindurch - war ein einziger winterlicher Märchenwald.

Die Begeisterung ließ nicht nach, da wir auf der Frasi auch noch das Sonnenbankerl für die Mittagspause hatten und freie Sicht auf die Kampenwand! Gestärkt ging es dann auch hier wieder einen traumhaften unverspurten Hang hinüber zur Hofalm. Kaum wiederzuerkennen war das bekannte Almgelände. Der viele Schnee und die Verwehungen des Windes haben daraus eine einzige große weite Schneelandschaft geformt.
Alle waren begeistert über das, was wir da quasi vor der Haustüre zusammen entdecken durften.


 
 Mo. 16. Januar 2017

Whiteout auf der Staffnalm - der Härtetest für Einsteiger

Eigentlich sollte es eine lockere Einsteigertour werden, doch dann sorgte Sturmtief "Egon" für ein großes Abenteuer auf der Staffnalm.

Schon im Sessellift war es ordentlich zugig. Der Wind blies immer wieder Schneefahnen in die Luft. Aus dem sonst so harmlosen Staffenalmgelände wurde plötzlich ein großer Abenteuerspielplatz. Mindestens 30 cm Neuschnee hatte es über Nacht geschneit und Frau Holle schüttelte immer fort.
Anfangs gab es noch besorgte Gesichter, vermutlich auch viel Skepsis wegen dieser arktischen Unternehmung, aber nach den ersten selbst gezogenen Spuren und der großen Freude über den fluffig leichten Schnee machte sich schnell große Begeisterung breit.
"Unglaublich dieser viele frische Schnee". Lisa machte förmlich Freudensprünge und sofort kamen die Erinnerungen aus der Kindheit zurück. Lisa und Stefan, die immer wieder das Spuren übernahmen, konnten sich richtig ausarbeiten und der Rest nahm gerne Platz in der hinteren Reihe. Christine meinte nur ganz lapidar "bei an schena Weda ko a jeda"!

Ein solch archaisches Naturerlebnis hat man in der heutigen Zeit nur noch selten. Freiwillig würde man sich so etwas (vermutlich) nicht aussuchen, aber später bei der Einkehr in der Staffnalm hatten alle rote Backen und ein Grinsen im Gesicht und ganz nebenbei sind aus Einsteigern Könner geworden!


 
 Fr. 30. Dezember 2016

Ein bisserl was geht immer oder das Wunder auf der Eggenalm

Während in Reit im Winkl Schneestangen aus den grünen Wiesen ragten, Loipenschilder ins Grüne wiesen und anachronistisch wirkende Werbeschilder die Schneesicherheit des Ortes priesen, klammerte ich mich an die vielversprechenden Worte des Hüttenwirts.

Beim Treffpunkt in der Blindau hatten wir alle noch größte Zweifel. Meine beiden spanischen Gäste Sabrina und Rosario unkten sogar, dass wir auf einem künstlich geschaffenen Schneeberg unsere Runden drehen müssten und die Fahrt mit dem Hüttentaxi durch den braunen Bergwald ließ die Skepsis mit jedem Höhenmeter spürbar steigen.
Den Empfehlungen des Hüttenwirts folgend ließ ich mich aber nicht beirren und so packten wir - fast trotzig -  die nagelneuen Schneeschuhe auf die Rucksäcke und marschierten über die sonnige Hochfläche der Hemmersuppenalm. Die bizarre Schönheit des Rauhreifs und Schneereste einer vor kurzem noch gewalzten Langlaufloipe ließen dann tatsächlich so etwas wie Zuversicht aufkommen. Es dauerte nicht lange und dann konnten wir - oh Wunder - unsere Schneeschuhe anziehen und über fest gefrorene Schneefelder zur Eggenalm aufsteigen. Wir freuten uns wie kleine Kinder.

Oben am Gipfelkreuz erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und eine traumhafte Aussicht - Loferer Steinberge, Kaiser, Geigelstein... und natürlich der Chiemsee. Die wärmende Sonne und das freie Gipflbankerl taten ein übriges dazu, dass wir unser Glück in tiefen Zügen genossen.
Ein wahrlich krönender Abschluss für das Jahr 2016 und eine Bestätigung, dass es hi und da noch Wunder gibt. Weil glauben wird uns das Zuhause niemand.
Was werden wohl die spanischen Freunde zu den hübschen Gipfelbildern sagen? Daß es im Chiemgau wunderschön ist, was sonst!


 
 Do. 29. Dezember 2016

Erfolgreiches Schneeschuhsponsoring

Dank der zahreichen Freunde und Wegbegleiter, die mich auf meinem Neustart mit den HeimatEntdeckerTouren unterstützen wollten, verfüge ich rechtzeitig zum Start der Wintersaion über 10 Paar neue Tubbs Schneeschuhe!

Ganz lieben Dank meinen Sponsoren: Helmut Frorath, Birgit und Hermann Ruider, Therese Obrist, Therese Lechner, Maria Noichl und Christine und Ingo Leuschner!
Der Materialtest am 30.12. hielt was der Händler Manfred Clarck versprochen hat: Komfort und neuester Stand der Technik!


 
 So. 11. Dezember 2016

Alpingeschichte(n) auf der Maisalm

Adventsstimmung war es nicht gerade, aber spannend und gruselig waren die Geschichten von Stefan König über das Leben im Gebirge. Ein gemütlicher Adventssonntag auf der Maisalm.

Anlässlich des Internationalen Tages des Berge veranstaltete die Stadtbücherei Traunstein zusammen mit den HeimatEntdeckerTouren erstmalig eine Lesung auf der Maisalm. Und mit Stefan König, einem der renommiertesten und sprachmächtigsten Alpinautoren im deutschsprachigen Raum, war die optimale Besetzung gefunden.

45 Gäste drängten sich in der gemütlichen Stube der Maisalm und lauschten seinen Geschichten - von den ersten Skibergsteigern am Heimgarten über die beachtlichen Leistungen der Erstbesteiger auf dem Mount Blanc im 18. Jahrhundert bis hin zur Besteigung des Mount Everest von Reinhold Messner & Peter Habeler, war einiges geboten.
Als Stefan König noch ein Kapitel zum Thema Frauen in den Bergen vortrug, bat er uns um Verständnis. Frauen seien einfach in der Alpinen Geschichte so wenig erwähnt gewesen, dass er ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet hat. Eine besondere Freude machte er daher zum Abschluss den weiblichen Besucherinnen, mit einer Sequenz aus einer dramatischen Liebesgeschichte auf der Zugspitze.

Beschwingt und gut gelaunt ging es wieder ins Tal. Der aufkommende Regen störte uns nicht, waren wir alle ja nicht im Lodengewand des 18. Jahrhunderts unterwegs, sondern mit bestem Material aus der Jetztzeit.

Schee war´s!

Mein besonderer Dank gilt der Leiterin der Stadtbücherei Traunstein, Anette Hagenau, für die TOP-Organisation, dem netten Team der Maisalm und nicht zu vergessen dem Photographen Günter Kratschmayer, der alles bildlich festgehalten hat.


 
 Mo. 05. Dezember 2016

Raureifzauber und Sonnenglück

Es ist der 2. Advent, wenn man aus dem Fenster schaut, dann mag man gleich die Bettdecke wieder weit über den Kopf ziehen. Alles grau in grau.... Doch wer sich heute auf den Weg macht, der wird belohnt!

In Sachrang aus dem Auto ausgestiegen war es noch ziemlich frisch und neblig. Die Luft war kalt und das Wasser am Bach gefroren, Sträucher haben noch Laub an den Ästen, Buchenblätter sind weiß eingesäumt sind, Bäume umsponnen von gespenstischen weißen Spinnengebilden. Fast ein bisserl gruselig ist der neblige Aufstieg durch den Wald in Richtung Karspitze. Kein Mensch ist unterwegs, nur wir vier haben uns auf den Weg rund um den Wandberg gemacht.

Nach einer halben Stunde Gehzeit zeichnete sich schon ab, weswegen wir gekommen sind: Die Nebelschicht lichtet sich, erste Sonnenstrahlen blitzen durch und auf einmal erstrahlt alles in weißem Glanz, Gräser, Bäume, Wiesen sind vom Raureif überzogen und glitzern um die Wette.

Ab 1000 m sind wir dann ganz in der Sonne, prächtig strahlt sie, wärmt uns und wir blicken hinab auf die Nebeldecke im Tal. Der Himmel ist strahlend blau, unten ist es grau und das Dazwischen wirkt gespenstisch.

Unser Weg von der Wildbichlalm über das Staudinger Kreuz zum Wandberg liegt ganz in der Sonne, eine dünne Schneedecke überzieht ihn, so dass wir die ersten, uns so vertrauten und geliebten "Knirschgeräusche" unter den Schuhen haben. Eine erster Vorgeschmack auf den Winter.

Oben bei der Hütte unterhalb des Wandbergs sitzen wir auf einem Sonnenbankerl und genießen den Weitblick hinüber zum Kaiser, den Loferer Bergen und bis zum Venediger. Die Brotzeit und der warme Tee schmeckt. Wir genießen die Ruhe. Heute verirren sich nicht viele Wanderer auf den Berg. Wir freuen uns über die Ruhe und Einsamkeit. Der Reinhard Mey hat schon recht, wenn er singt ".... über den Wolken..... alle Ängste, alle Sorgen blieben darunter verborgen..".

Wir empfehlen: Öfter mal raus aus dem Bett und einen Versuch starten. Die Belohnung ist einmalig!


 
 Mo. 14. November 2016

Schnee - zum Anbeißen gerne!

Während es gestern im Tal noch richtig grün gewesen ist und die Blätter an den Bäumen hingen, ist es im Gebirge schon richtig winterlich geworden. Ein erster Vorgeschmack auf die Wintersaison und ein Testlauf mit den neuen Schneeschuhen.

Wer noch kein Fan von Schneeschuhen ist, könnte es bei dieser Tour geworden sein! Während es beim Parkplatz in Hainbach noch recht herbstlich und ein bisserl batzig war, trafen wir beim Aufstieg zur Prienerhütte über den Jagersteig bereits ab der Forststrasse auf den ersten Schnee.
Noch nicht genug, um die Schneeschuhe aufzuziehen, aber auf dem Buckel hatten wir sie bereits dabei! Und siehe da, das Tragen hat sich gelohnt: Nach ca. einer halben Stunde Gehzeit konnten wir dann richtig in den ersten Pulverschnee stapfen. Jedes Mal bin ich wieder begeistert und möchte am Liebsten rein beißen in die weiße Pracht!
Keine Frage! Hier machen sich die großen Vorteile von Schneeschuhen bezahlt: Sie sind leicht zu tragen, schnell angezogen und ruck zuck kann man seine ersten Spuren im Pulverschnee ziehen. Und wenn es zwischendurch wieder weniger Schnee hat, dann sind sie auch gleich wieder auf den Rucksack geschnallt.

Und das haben wir gemacht! Über Buckel und Wiesen, manchmal durch 20 cm hohen Pulverschnee sind wir dahin gestapft. Eine wahre Freude! Bei der Schreckalm haben wir dann auch noch ein wenig Sonne bekommen und so hat die Brotzeit auf dem Hüttenbankerl gleich noch besser geschmeckt. Wenn der Winter hält, was sich hier angekündigt hat, dann gibt es dieses Jahr eine wunderbare Schneeschuhsaison und die neuen gesponserten Schneeschuhe werden noch viel zum Einsatz kommen. Bei dieser Tour haben sie jedenfalls ihren Testlauf bestens bestanden und stehen zur Ausleihe bereit!


 
 Mi. 09. November 2016

Ein erster Sponsor ist gefunden

Wie man es schafft, aus Liebe zu den Bergen, im Chiemgau ein zweites Zuhause zu bekommen.

Helmut Frorath hat einmal vor vielen Jahren in Rosenheim Holztechnik studiert und sich in dieser Zeit - mithilfe der damals sehr populären Wanderbücher von Richard Horner "Wo unsere Berge am schönsten sind" - in die Chiemgauer Berge verliebt. Nach dem Studium musste er aus beruflichen Gründen seine Wahlheimat verlassen und ist in den Norden gezogen. Uns hat er damals alle sechs Bände vom "Horner Rich" zurück gelassen und zum Trost mit seiner Ladenbaufirma ppm immer wieder Ladenprojekte an Land gezogen, die möglichst "südlich" gelegen sind.
So ist es gekommen, dass wir über die Jahre hinweg einen sehr gern gesehenen Gast und großen Liebhaber der Chiemgauer Berge bei uns begrüßen dürfen.
Seit kurzem hat Helmut nun auch seine Freude am Schneeschuhgehen entdeckt und damit die Bande ins Chiemgau noch etwas vertieft werden, hat er den HeimatEntdeckerTouren zwei Paar Schneeschuhe der Firma Tubbs gesponsert.
Eine echte Win-Win-Situation, wie wir beide finden. So kann Helmut nun auch bei seinen Besuchen im Winter die Schönheit der Chiemgauer Berge genießen und HeimatEntdeckerTouren verfügt über seine ersten gesponserten Schneeschuhe!

Aus seiner Leidenschaft für das Wandern und das Unterwegssein in der Natur hat Helmut Frorath eine Wanderkarre den rolling backpack entwickelt, dieser eignet sich ideal für Langstrecken-Wandern und Pilger-Reisen wie z.B. den Jakobsweg.
Rolling backpack ermöglicht Langstreckenwandern mit Ausrüstung ohne „die Last" auf dem Rücken – Wandern mit Ausrüstung auf die leichte Art. Mit dem rolling-backpack rollt das Gepäck leicht hinter dir her! Mehr dazu unter www.rolling-backpack.de